Sonntag, November 18, 2018

Annuitätendarlehn

Bei einem Annuitätendarlehen handelt es sich um einen Kredit, bei dem Sie als Kreditnehmer eine feste Rate über den Zeitraum des Darlehens zurückzahlen. Zumindest immer dann, wenn sich die Zinsbindungsfrist über den kompletten Darlehenszeitraum erstreckt.

Die jeweilig vereinbarte Rückzahlungsrate für den Kredit setzt sich bei einem Annuitätendarlehen aus zwei Komponenten zusammen:

1.  dem Zinsanteil

2. der Tilgungsanteil

Während der Laufzeit des Annuitätendarlehens verringert sich natürlich mit jeder Zahlung die Höhe der Restschuld, aus diesem Grund verändern sich auch die beiden Anteile an der ja festgeschriebenen Gesamthöhe des Zinssatzes der Rückzahlung. So steigt der Tilgungsanteil immer mehr an, während der Zinsabteil abnimmt.

Die Höhe des vereinbarten Zinssatzes bei einem solchen Darlehen ist vor allem davon abhängig, wie lang man mit der Bank eine Zinsbindung vereinbart wird. Hierbei kann man grob sagen, dass bei einer längeren Zinsbindungsfrist auch höhere Zinsen zu entrichten sind. In der Praxis lassen sich vor allem Zinsfestschreibungen über 5 oder 10 Jahren im Bereich Annuitätendarlehen vorfinden. Manche Kreditgeber offerieren aber auch Darlehen, die über die genannten Zeitperioden deutlich hinaus reichen.

Ein Beispiel für ein Annuitätendarlehen: um die Verteilung von Zinsen und Tilgung an der Annuität zu verdeutlich, kann man folgendes Beispiel nehmen. Hierbei wird ein Kredit von 100.000,- Euro gewährt. Der Zinssatz wird mit 6 % festgelegt und die jährliche Tilgung soll 2 % betragen. Somit erhält man einen jährlichen Betrag von 8.000,- Euro. Im ersten Jahr der Kreditbedienung setzt sich dieser Betrag aus 6.000,- Euro Zinsen und 2.000,- Euro Tilgung zusammen. Im Laufe des Darlehens nimmt der Zinsanteil immer weiter ab, während der Tilgungsanteil steigt. Beide Anteile zusammen ergeben aber immer die gleiche jährliche finanzielle Aufwendung von zusammen 8000,- Euro.

Abschlussfinanzierung

Bei der Anschlussfinanzierung bietet sich immer auch die Option, die Zinshöhe für das Darlehen zu senken. Entweder lässt man sich vom bisherigen Kreditgeber ein Angebot machen oder man schaut sich nach den aktuellen Angeboten von anderen Banken um. Speziell in Zeiten, in denen das allgemeine Zinsniveau niedrig ist, kann man mit der Anschlussfinanzierung oftmals Zinszahlungen verringern.

Wann kommt es also zur Anschlussfinanzierung?

Die Anschlussfinanzierung ist immer dann notwendig, wenn die bisherige Zinsbindung bei einem Kredit ausläuft. Dies geschieht in der Praxis sehr häufig, da die Zinsbindung und die Kreditlaufzeit meistens unterschiedlich lang sind. Schließt man beispielsweise einen Baukredit über 30 Jahre ab und gleichzeitig eine Zinsbindung über 10 Jahre, kommt es nach Ablauf der Zinsbindung zu einer Anschlussfinanzierung.

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